1.400 Mitglieder, 5 Masken, 4 Gilden, 3 Garden, 2 Tanzgruppen – eine Fasnet.

Mitglieder für herausragendes Engagement geehrt

Beim Zunftmeisterempfang in Eberhardzell sind verdiente Mitglieder der Narrenzunft „Zeller Schwarze Katz“ geehrt worden. Josef Baier, Hilde Baier und Sandra Kohler erhielten den Ehrenhäsorden Silberkranz, Hubert Renner den Verdienstorden – allesamt Auszeichnungen des Alemannischen Narrenrings (ANR).


Auf rund drei Jahrzehnte ehrenamtliches Engagement in der Narrenzunft konnte Jürgen Hanser, Oberzunftmeister der Region Allgäu beim ANR, bei der Laudatio für Hubert Renner zurückblicken. 1994 in die Narrenzunft eingetreten, war Renner von 1997 bis 2004 zunächst Mitglied im Hexenrat, von 2002 bis 2004 außerdem zweiter Hexenmeister. 1999 wurde er in den Zunftrat gewählt, dem er auch 27 Jahre später noch angehört. Dort ist Renner, der die Narrenzunft bereits zweimal als Präsident durch die Fasnet führte, für die Gestattungen aller Narrenzunft-Veranstaltungen ebenso verantwortlich wie für die Organisation der Bewirtungsstände am Eberhardzeller Narrensprung und das Zunft-Zelt am Stachus. Komplettiert wird sein ehrenamtliches Engagement durch den Vorsitz im Förderverein der Narrenzunft und die Organisation der Busfahrten für auswärtige Umzüge, bei denen Renner oft auch selbst als Busfahrer im Einsatz ist. „Hubbe ist immer zur Stelle, wenn eine helfende Hand benötigt wird“, fasste Jürgen Hanser zusammen und überreichte Renner den ANR-Verdienstorden.


Sandra Kohler wurde für ihre 19-jährige Tätigkeit im Hexenrat mit dem Ehrenhäsorden Silberkranz ausgezeichnet. Nach ihren Anfängen bei der Hanselgilde, der Kindergarde und der Präsidentengarde trat sie 1993 in die Hexengilde ein, 2005 folgte die Wahl in den Hexenrat. Diesem gehörte Kohler bis 2024 an. Jürgen Hanser würdigte bei seiner Laudatio Kohlers Einsätze beim Kassieren am Umzug und dem Hallenabbau, für die Ausstattung der Hexen mit den passenden Klamotten ist sie bis heute verantwortlich. „Das Brauchtum steht bei dir an oberster Stelle“, sagte der Oberzunftmeister der Region Allgäu.



Auch Josef und Hilde Baier wurde der Ehrenhäsorden Silberkranz überreicht. Beide sind seit 30 Jahren Mitglied in der Hanselgilde, Josef Baier war überdies von 1999 bis 2013 Ausschussmitglied. Der Hanselstand am Eberhardzeller Umzug trägt die Handschrift der Baiers, Josef Baier ist die Konstante hinter dem Grill. Hilde Baier kümmert sich darüber hinaus seit vielen Jahren um die Brezelstäbe der Hanselgilde für die Umzüge. „Mehr Eberhardzeller Hansel als ihr beide es seid, geht nicht“, würdigte Jürgen Fiedler, Mitglied im Ordenskapitel des ANR, das Engagement der Baiers.

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Impressionen der Saison 2026

Willkommen in der Narrenhochburg Eberhardzell.

Das oberschwäbische Eberhardzell, idyllisch im Umlachtal zwischen Ulm und dem Bodensee gelegen, zählt zu den Hochburgen der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Tradition, Brauchtum und oberschwäbische Lebensfreude prägen die Geschichte der Zunft. Neben der anfänglichen Einzelmaske, dem Lällenkönig, zählt die Narrenzunft heute vier Gilden, fünf Masken und drei Garden.


Gemeinschaft wird in Eberhardzell gelebt. Nicht nur während der Fünften Jahreszeit kommen die Mitglieder der Narrenzunft zusammen. Auch während dem Jahr finden eine Vielzahl von Aktivitäten für jedes Alter statt.

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Präsident Michl I. führt Narren an

Michael Günthör wurde am 11.11.2025 vom Zunftrat zum Präsidenten der Saison 2026 gewählt.

Erfolgreiche Fasnet 2026

Hinter der Narrenzunft „Zeller Schwarze Katz“ liegt eine erfolgreiche Fasnetssaison 2026. Dies berichtete Zunftmeister Markus Scheffold bei der Hauptversammlung im Zunftheim. Der stellvertretende Zunftmeister Claus Tress wurde von den Mitgliedern im Amt bestätigt.


Markus Scheffold blickte auf eine kurze, aber sehr erfolgreiche Fasnet 2026 des 1.431 Mitglieder großen Vereins zurück. Die bunten Abende seien mit ihrem neuen Konzept auf dem richtigen Weg, dies zeigten die steigenden Besucherzahlen. Scheffold bedankte sich in diesem Zug bei allen Mitwirkenden. Auch dem Präsidenten Michl I. (Michael Günthör) sprach er seinen Dank aus. Lob gab es ebenfalls für die Präsidentengarde, die Schülergarde, die Kindergarde sowie den Kinder- und Jugendtanz. Bei der Zunft-App konnte der Zunftmeister von einer hohen Akzeptanz berichten. Die App erleichtere die Abwicklung der Fasnet, vor allem die Busbuchung gestalte sich unkompliziert. Erfreut zeigte sich Scheffold darüber, dass die Renovierung der WC-Anlagen auf dem Waldfestplatz abgeschlossen ist.


Protokollantin Marina Hofbauer berichtete, dass die Narrenzunft in der Fasnet 2026 an 22 auswärtigen Umzügen teilgenommen hat. Beim Auftakt am 11.11. wurden Michael Günthör und Markus Sauter zu Obernarren ernannt. Hofbauer erwähnte in ihrem Rückblick den Kinderball im Pfarrsaal, die Narrenmesse, den Zunftmeisterempfang mit Ehrungen vor dem Eberhardzeller Umzug, den Schülerball in der Halle, den Seniorenball im Schützenhaus, den Gompigen samt Schülerbefreiung, Besuch im Seniorenzentrum und Bachnabfahrt, sowie den Jubiläumsabend in Leutkirch. Für die musikalische Begleitung bei diversen Anlässen bedankte sie sich beim Musikverein Eberhardzell und dem Fanfarenzug Graf Humbrecht. Hofbauer hob auch den Chor „Le Crescentis“ für seinen Auftritt als Schalmeien-Gruppe und die Männergarde hervor, die nicht nur in Eberhardzell auf der Bühne stand, sondern auch in Schemmerhofen und in Leutkirch.


Kassier Thomas Hummler informierte die Mitglieder über einen soliden Kassenstand, auf Empfehlung von Kassenprüfer Manfred Lämmle erfolgte die Entlastung einstimmig. Es folgten die Berichte von Jugendleiter Iven Eichler sowie von den Gildenmeistern Alex Strizelberger (Hansel), Manuela Haider (Katzen), Thomas Schmid (Holzwurm) und Claus Tress (Hexen). Personelle Veränderungen gab es bei den Hexen und beim Holzwurm. Thomas Hummler schied nach 25 Jahren aus dem Hexenrat aus, auf ihn folgt Dominik Stark. Hummler wurde für seinen langjährigen Einsatz geehrt. Ein Dank ging auch an Manuela Roos für ihren jahrelangen Einsatz als Küchenchefin bei den Fasnetsveranstaltungen. Neu im Holzwurmrat ist Melanie Schmid als Nachfolgerin von Irene Deinet.

Bei den anschließenden Wahlen wurden Claus Tress (stellvertretender Zunftmeister), Melanie Hopp (Schriftführerin), Thomas Hummler (Kassier), Michael Günthör (Beisitzer) und Markus Sauter (Beisitzer) einstimmig im Amt bestätigt. Ebenso die beiden Kassenprüfer Elfi und Manfred Lämmle.  


Vor der Hauptversammlung hatte sich bereits die Jugendabteilung getroffen. Jugendleiter Iven Eichler berichtete über Aktivitäten wie Kegelabende im Zunftheim und Schlittschuhlaufen. Auch die Auftritte der Kindergarde sowie des Kinder- und Jugendtanzes erwähnte er. Weitere wichtige Themen waren zuletzt die Erarbeitung und Weiterentwicklung der Umsetzung des Kinder- und Jugendschutzgesetzes sowie die Schulung von drei Personen für die Jugendleiter-Card (Juleica). Der bisherige Jugendrat wurde entlastet. Der neue setzt sich aus Iven Eichler, Antonia Mohr, Lean Eichler, Leon Daiber, Tobias Daiber, Sarah Scheffold und Lisa Krug zusammen. Sie sind Ansprechpartner für alle Kinder und Jugendlichen. Auch die Kommunikation zwischen Jugend und Zunftrat sowie die Planung von Projekten und Aktionen für Kinder und Jugendliche der Narrenzunft gehört zu ihren Aufgaben.


Der Förderverein der Narrenzunft hielt am selben Abend ebenso seine Versammlung ab. Der Vorsitzende Hubert Renner berichtete über die Aktivitäten, allen voran die 25. Häsparade, bei der die Band Allgäu Feager und DJ Lok für Stimmung bei den vielen Besuchern sorgten. Der Förderverein unterstützte zudem die Garden beim Anschaffen neuer Häser sowie die Jugendabteilung und das Ferienprogramm. Die Entlastung der Kasse und des Vorstands übernahm Manfred Lämmle. 



Die Fasnet 2027 wird noch kürzer als die diesjährige. Der Eberhardzeller Umzug ist bereits im Januar. Die Hexengilde feiert zudem ihr 66-jähriges Bestehen.

Impressionen der Saison 2025

Zunft mit Tradition.

[... ] Das Wappen der Gemeinde Eberhardzell ist identisch mit dem der Ritterfamilie von Neideck. Diese Familie des ausgehenden Mittelalters spielte in der Geschichte der Gemeinde, die zum ersten Mal 1246 urkundlich erwähnt wurde, eine bedeutende Rolle. Die Burg der Neidecker an einem Südausläufer des Hochgeländes ist noch in Mauerresten erhalten. [...]


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Immaterielles Kulturerbe:
Narrenzunft Eberhardzell darf Logo offiziell führen

2014 ist die schwäbisch-alemannische Fastnacht als „generationenübergreifendes Gemeinschaftserlebnis mit sozialer und integrativ wirkender Funktion“ in das nationale Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission eingetragen worden. Nun ist auch die Narrenzunft „Zeller Schwarze Katz“ Eberhardzell offiziell berechtigt, das Logo des Immateriellen Kulturerbes führen zu dürfen. Der Antrag wurde durch die Trägergruppe der Narrenvereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) positiv beschieden.

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